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Cembalo Bremen

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Andreas Ruckers
Antwerp, 1644

Andreas Ruckers Cembalo, Draufsicht

The Instrument

This harpsichord is an original and faithful reproduction of the historical model by Andreas Ruckers from 1644 in Antwerp.

It has one 8ʹ and one 4ʹ, one manual with lute stop, and a range from C to c′′′ with short octave. A chromatic range is equally possible through a grand ravalement, as is a transposing device to 440 Hz.

The Sound

Sonically, this harpsichord is the instrument of the 17th century — it offers a remarkably clear richness of sound with great intensity.

Surprisingly, engaging the 4ʹ on this instrument brings out even more fundamental tone. This is also an indication that, in my view, only the disposition 1×8ʹ + 1×4ʹ makes the most sense for this harpsichord type.

Sound Sample

Bernhard Gillitzer performs on the harpsichord after Andreas Ruckers, Antwerp 1644.

Suite No. 7 in D Minor — Henry Purcell
Cembalo in historic room
Seit einer Woche bin ich nun glücklicher Besitzer eines einmanualigen Cembalos nach Andreas Ruckers 1644 aus der Cembalobauwerkstatt von Christian Kuhlmann ! Dieses kleine Instrument hat bisher mich und alle weiteren Personen, die es sahen und hörten, durch seinen außerordentlich schönen Klang und sein faszinierend schönes Dekort in unglaublicher Weise beeindruckt. Man darf dieses Instrument getrost als großartig gelungenes Gesamtkunstwerk bezeichnen. Weil bei diesem Cembalo vom Erbauer Christian Kuhlmann in geradezu erschreckend konsequenter Weise alle Prinzipien einer historischen Bauweise, wie sie für den flämischen Cembalobau im 17. Jahrhundert von Bedeutung waren, beachtet und eingehalten wurden, lässt sich der Begriff „Kopie“ hierbei gewissermaßen neu definieren. Die oftmals erschütternd banale Verhältnismäßigkeit zwischen „Originalinstrument“ und dessen Nachbau, welche nicht selten zu enttäuschend-erkenntnisreichen Erfahrungen zu Ungunsten der „Kopie“ führte, kann Christian Kuhlmanns Ruckers nicht im Geringsten zur Last gelegt werden! Alle leidvollen Trennschärfen zwischen „Original“ und „Kopie“ verschwinden hier gänzlich. Im Gegenteil, wer jemals als Cembalist Kontakt mit einem originalen „Ruckers“ des 17. Jahrhunderts hatte, wird zweifelsfrei bei diesem Instrument das Gefühl gewinnen, ein klanglich, anschlagsspezifisch und optisch originales RuckersInstrument zu spielen. In seiner, beinahe „radikalen“ Anbindung an die noch original erhaltenen RuckersCembali des 17. Jahrhunderts, setzt dieses Cembalo jedoch auch neue Maßstäbe und stellt von „Toucher“ und Klang aus betrachtet hohe Anforderungen an den Spieler ! Daraus ergeben sich für den Cembalisten gewissermaßen neuartige Konsequenzen zur Spielweise auf diesem Instrument, die nicht ohne nachhaltige Bedeutung für sein Verständnis der Cembalomusik besonders des 17. Jahrhunderts bleiben dürften. Waren wir bislang gewöhnt, einen weitgehend allgemeingültigen „Cembalo-Sound“ in der äußeren Gewandung eines mehr oder weniger gelungenen „flämischen“ (oder „fFranzösischen“) „Outfits“ als Cembalo „in historischer Bauweise“ zu akzeptieren, so wird, ja muss geradezu Christian Kuhlmann’s „Ruckers“ von 1644 einen Neuansatz des Denkens und Hörens lehren ! Wer unter den Cembalisten und Cembalistinnen sich jemals mit der beeindruckenden Dramaturgie einer Cembalo-Pavane und Galliarde von John Bull oder der großartigen Architektur einer Fantasie von J. P. Sweelinck beschäftigt und auseinandergesetzt hat, kommt unweigerlich zu der Erkenntnis, dass für diese Tastenmusik kein anderes Instrument in Frage kommen kann, als dieses Cembalo nach Andreas Ruckers. Dies gilt übrigens gleichermaßen für die Cembalowerke eines Johann Jacob Froberger, Louis Couperin oder auch Dietrich Buxtehude und seiner norddeutschen Zeitgenossen. So wird dieses Instrument in gleicher Weise beglücken wie belehren. Möge es Ohren und Geist öffnen und das Herz erfreuen !

Bernhard Gillitzer, Munich, 12 November 2009

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